Hallenbad Rhein-Selz
Das neue Hallenbad – ein Leuchtturmprojekt

Das neue Hallenbad – ein Leuchtturmprojekt

In Oppenheim baut die Verbandsgemeinde Rhein-Selz ein neues Hallenbad, das das bisherige Opptimare-Bad ersetzen wird. Das Projekt der Verbandsgemeinde Rhein-Selz kombiniert moderne Architektur mit einem innovativen Energiekonzept und soll den Anforderungen von Sport, Freizeit und Bildung gleichermaßen gerecht werden.

Ein Längsschnitt durch das Gebäude zeigt die Aufteilung in Hauptschwimmbecken, Nichtschwimmer- und Lehrschwimmbecken und Kinderplanschbecken. (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stuttgart)
Ein Längsschnitt durch das Gebäude zeigt die Aufteilung in Hauptschwimmbecken, Nichtschwimmer- und Lehrschwimmbecken und Kinderplanschbecken. (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stuttgart)

Ein vielseitiges Angebot für alle Nutzergruppen

Das neue Hallenbad wird mit einem Schwimmerbecken ausgestattet, das sechs 25-Meter-Bahnen bietet, ein Einmeter-Sprungbrett und einen Dreimeter-Sprungturm. Damit richtet sich das Sportbad an Schul- und Vereinssport und Freizeitschwimmer aber auch sportlich ambitionierte Nutzer gleichermaßen. Zusätzlich stehen ein Lehrschwimmbecken sowie ein Bereich für Kleinkinder zur Verfügung, um auch Familien und Schwimmanfänger anzusprechen.

Der Eingangsbereich zum neuen Hallenbad der VG Rhein-Selz (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stiuttgart)
Der Eingangsbereich zum neuen Hallenbad der VG Rhein-Selz (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stiuttgart)

Leuchtturmprojekt: Innovative Energieversorgung mit Photovoltaik und Wasserstoff

Besonders hervorzuheben ist das Energiekonzept des neuen Hallenbads. Es wird als eines der ersten Bäder in Europa auf eine Energieversorgung setzen, die auf Photovoltaik und Wasserstoff basiert. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach und an der Fassade des Gebäudes, wird einen Großteil des benötigten Stroms erzeugen. Stromüberschuss wird über einen Elektrolysator in Wasserstoff umgewandelt und damit speicherbar. Bei Bedarf kann der Wasserstoff über eine Brennstoffzelle wieder in Strom verwandelt werden. Ein Energiemanagement-System sorgt dafür, dass Abwärme dieser Prozesse genutzt und überschüssige Energie effizient eingesetzt wird. Es ist geplant, überschüssigen Strom außerdem über Ladestationen für Elektroautos auf dem Parkplatz zu vermarkten.

Diese Visualisierung zeigt, wie die Schwimmhalle aussehen soll. (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stiuttgart)
Diese Visualisierung zeigt, wie die Schwimmhalle aussehen soll. (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stiuttgart)

Des Weiteren kommt ein Erdwärmepumpensystem zum Einsatz, sodass für die Heizung von Gebäude und Wasser im Schwimmbecken vollständig auf fossile Energieträger verzichtet werden kann. Für Spitzenlastzeiten ist eine Anbindung an die Fernwärmeerzeugung der benachbarten Kläranlage vorgesehen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Dieses Konzept soll ermöglichen, dass das Gebäude im Jahresmittel mehr Energie erzeugt, als es selbst benötigt. Damit erzeugt dieses Hallenbad keine CO₂-Emissionen und wir damit klimaneutral betrieben. Die gesamte Energietechnik wird von der  Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe GmbH geplant, gebaut und betrieben.

Das neue Hallenbad liegt quer und nicht mehr längs auf dem Gelände. (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stiuttgart)
Das neue Hallenbad liegt quer und nicht mehr längs auf dem Gelände. (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stiuttgart)

Gestaltung und Wirtschaftlichkeit

Die Planung des Gebäudes stammt von den 4a Architekten aus Stuttgart, die besonderen Wert auf eine funktionale Raumgestaltung und eine angenehme Atmosphäre legen. Ziel ist es, eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Das Bad soll nicht nur den aktuellen Anforderungen gerecht werden, sondern auch langfristig effizient betrieben werden können.

Ein Leuchtturmprojekt mit Vorbildcharakter

Das neue Hallenbad der Verbandsgemeinde Rhein-Selz verbindet moderne Nutzungsmöglichkeiten mit einem zukunftsorientierten Energiekonzept. Es zeigt, wie kommunale Infrastrukturprojekte nachhaltiger gestaltet werden können. Die Verbandsgemeinde Rhein-Selz setzt damit ein Zeichen für umweltfreundliche Bauweisen und innovative Energielösungen.

Diese schematische Darstellung zeigt dasa Energiekonzept für das neue Hallenbad. (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stuttgart)
Diese schematische Darstellung zeigt dasa Energiekonzept für das neue Hallenbad. (Visualisierung zur Verfügung gestellt von den 4a Architekten Stuttgart)

Mit der Fertigstellung wird das Hallenbad nicht nur ein wichtiger Ort für Sport und Freizeit in der Region sein, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Klimaschutz in kommunalen Projekten umgesetzt werden kann. Damit ist das neue Hallenbad der VG Rhein-Selz ein Leuchtturmprojekt, denn es ist das erste Bad dieser Art und mit diesem Energiekonzept in der Bundesrepublik.